Impfen? Immer wieder gerne!

Ein Erfahrungsbericht unseres Stadtrats- und Kreistags-Mitgliedes Marita Pörner.

Als es kurz vor Ostern hieß, die über 60-jährigen sollen die AstraZeneca-Dosen bekommen können, die wegen der Impfkomplikationen einer Sinusvenenthrombose bei jüngeren Personen, insbesondere jüngeren Frauen, nicht mehr an diese verimpft werden sollten, keimten bei meinem Mann und mir sogleich die Hoffnung auf, vielleicht doch noch in diesem Halbjahr gegen das Corona-Virus geimpft zu werden.

Vom Alter her sah ich keine Gefahr und eine kurze Rückfrage beim Hausarzt ergab keine speziellen Kontraindikationen, die gegen eine Impfung mit diesem Serum gesprochen hätten. Diese Chance wollten wir uns beide nicht entgehen lassen.

Dann ging es auf einmal ganz schnell. Ab Ostersamstag sollte eine Terminvergabe erfolgen. Natürlich wieder mit den üblichen Ungereimtheiten hier in Nordrhein-Westfalen. Die eine Quelle gab als Start 9 Uhr an, die andere bereits 8 Uhr.

Vorsichtshalber gingen wir einmal von dem früheren Start aus, also Aufstehen um 7 Uhr, ein schnelles Frühstück und dann schon einige Minuten vor 8 Uhr rein ins Internet und immer wieder die Seite der so genannten „Kassenärztlichen Vereinigung“ (KV) aktualisieren. Bereits zwei Tage vorher hatte uns mein Mann hierfür auf der Seite der KV registriert. Das war die erste Voraussetzung, um Erfolg zu haben und dann hatten wir noch das Glück – anders als viele Freund*innen und Bekannte von uns und sicherlich etliche tausend weitere Ü-60-jährige – sofort Termine buchen zu können, ohne dass die Seite abgestürzt ist. Bereits um zwei Minuten nach 8 Uhr kam die Bestätigungsmail für unsere Termine.

Der Tag war gerettet.

Und bereits am Folgetag, also Ostersonntag, durften wir uns um 10 Uhr die schönsten Ostereier im Impfzentrum in Hürth abholen.

Alles war perfekt. Sonntags morgens kaum Verkehr, am Hürth-Park angekommen brauchten wir nur der Beschilderung zum Parkhaus für das Impfzentrum zu folgen und uns dann in die noch ziemlich kurze Schlange zu stellen.

Ab dann ging es sehr zügig. Körpertemperatur messen, Handdesinfektion, dann Registrierung und weiter zu einer Mitarbeiterin der Johanniter, um den Anamnese- und Aufklärungsbogen auszufüllen. Nach kurzer Wartezeit durften mein Mann und ich gemeinsam in eine Impfkabine und für jeden gab es einen kleinen Piks. Kaum zu spüren. Noch 15 Minuten unter Beobachtung, dass zum Beispiel keine allergische Reaktion auftritt, und wir durften wieder nach Hause fahren.

Außerdem haben wir sämtliche Personen, die am Impfzentrum tätig waren, angefangen vom Wachpersonal, über die Johanniter bis zum medizinischen Personal, als äußerst freundlich und zuvorkommend erlebt.

Dann das Warten, ob sich Impfreaktionen einstellen. Erst gegen Abend leichte Schmerzen an der Impfstelle und am nächsten Tag ein wenig Unwohlsein. Das war alles!

Impfung bis jetzt bestens vertragen und sehr glücklich, sie bekommen zu haben.

Ende Juni werden wir jedenfalls frohgemut zur zweiten Impfung gehen.