Rückenwind für einen starken Integrationsrat!

Medieninformation der SPD-Stadtratsfraktion vom 5. März 2021

In der vergangenen Woche kam der neue Integrationsrat, der im September von den Pulheimer*innen mit Migrationshintergrund gewählt wurde, erstmals zusammen und kann nun nach einer Corona-Pandemie-bedingten Verzögerung endlich seine Arbeit aufnehmen. Eine Arbeit, die aus Sicht der SPD enorm wichtig ist.

„Anders als etwa die CDU, die den Integrations-, wie auch den Senior*innenbeirat für unwichtig erachtet, finden wir es wichtig, dass es diese Gremien gibt. Während deren Vorsitzender, Werner Theisen, in den Haushaltsberatungen noch mal deutlich machte, dass er den Integrationsrat am liebsten abschaffen würde, wollen wir ihn stärken!“, erklärt Marion Reiter, die die Sozialdemokrat*innen dort vertritt. „Wir haben deshalb den Antrag gestellt, das kümmerliche Budget des Integrationsrates, das nur wenige hundert Euro beträgt, auf 5.000 Euro zu erhöhen. Die frisch gewählten Mitglieder haben viele tolle Ideen, die sie umsetzen sollen – weil unsere Gesellschaft insgesamt davon profitieren würde. Leider stimmte die Mehrheit aus CDU, WfP, FDP und AfD im vergangenen Monat gegen diese Erhöhung, was echt schade ist. So werden Menschen, die sich in Pulheim um Integration bemühen, Knüppel zwischen die Beine geschmissen.“, ärgert sich Marion Reiter. „Auch der Bürgermeister stimmte gegen das Budget. Während der konstituierenden Sitzung pries er dann aber die Wichtigkeit dieses Gremiums in wohlfeilen Worten. Anspruch und Wirklichkeit klaffen da noch auseinander.“

„Nichts desto trotz sind wir sehr optimistisch, dass der Integrationsrat wichtige Beiträge zum Gelingen einer echten Integration in unserer Stadt leisten wird.“, ist sich Torsten Rekewitz, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, sicher. „Neben dem neu eingerichteten Ausschuss für Soziales, Generationen und Integration wird dieses Gremium gute Arbeit leisten. Schon die Wahl des Vorsitzenden ist ein tolles Signal: Mit Orwah ‚Hazem‘ Ammouri füllt diese Aufgabe jemand aus, der selbst vor wenigen Jahren aus seiner syrischen Heimat flüchten musste und hier in Pulheim ein neues Zuhause fand. Sein Beispiel zeigt, wie wertvoll es für uns alle ist, wenn Geflüchtete nicht nur hier geduldet werden, sondern in unsere Mitte aufgenommen werden. Die SPD-Fraktion gratuliert ihm genauso herzlich zu seiner Wahl, wie seinen beiden Stellvertreterinnen Keti Kamladze und Khatoun Ibrahim! Wir wünschen den Dreien und allen anderen, die sich im Integrationsrat engagieren, viel Erfolg! Aber auch Spaß – der sollte zu solch einem ehrenamtlichen Engagement nämlich immer mit dazugehören.“, so Torsten Rekewitz abschließend.

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