Viele Fragen zur fehlender oder schlechter Ausstattung der Pulheimer Schulen

Abteigymnasium Brauweiler: Möbel für acht Klassenräume fehlen

 Nicht nur in der Christinaschule in Stommeln, sondern auch im Abteigymnasium Brauweiler fehlen zum Schuljahresbeginn Einrichtungsgegenstände wie Tische, Stühle, Lehrerpulte, Schränke und Tafeln. In Brauweiler sind sogar acht Unterrichtsräume betroffen. Die Schule hatte die Möbel bestellt, das Geld dafür war vorhanden, aber angeblich war die Ausschreibung der Stadt für die Lieferung fehlerhaft, so dass das gesamte Verfahren nun wiederholt werden muss. Ob es dann endlich zum Erfolg führt, bleibt abzuwarten.

Deshalb hat die SPD-Fraktion bei der Stadtverwaltung schriftlich nachgefragt, wie der aktuelle Sachstand ist, wann mit der Möbellieferung gerechnet wird und welche Maßnahmen der Bürgermeister als Verwaltungschef getroffen hat, um in Zukunft solche Beschaffungs- und Ausschreibungspannen zu vermeiden. Auch will die SPD wissen, ob der notorische Personalmangel im Rathaus und die hohe Quote an Abwanderung von fachlich qualifiziertem Personal für die Problematik ursächlich ist. Die fragen sollen n der nächsten Sitzung des BKFS am 1. September von der Verwaltung beantwortet werden.

„Erstklassige Bildung“ in Pulheim: drei Computer für die gesamte Schule!

 „Erstens, weil ich mich in Pulheim für erstklassige Bildungs- und Ausbildungsangebote einsetze, damit junge Menschen die besten Zukunftschancen haben…“ Das nennt Bürgermeister Keppeler in einem Interview als wichtigsten Grund, warum ihn junge Menschen wählen sollen. Die Realität sieht aber ganz anders aus. Beim Umzug von Stommeln nach Pulheim musste die Grundschule „An der Kopfbuche“ die Computer, von denen vier pro Klassenraum vorhanden waren, zurücklassen, da die neuen Räume dafür zu klein waren. Als Ersatz wurden von der Stadtverwaltung die entsprechende Zahl von Laptops versprochen, die im Januar 2020 geliefert werden sollten.

Und seitdem wartet die Schule auf diese versprochenen vier Laptops pro Klasse, und zwar seit mehr als 8 Monate. In den Klassenräumen stehen seitdem überhaupt keine Computer zur Verfügung. Unterricht nach zeitgemäßen Standards ist daher nicht möglich. In der gesamten Schule gibt es nur drei Geräte, die im Sekretariat und im Lehrerzimmer stehen. Das ist an der Schule die traurige Realität der „erstklassigen Bildungs- und Ausbildungsangebote“, mit denen der Bürgermeister für sich wirbt.

Auf schriftliche Nachfrage der SPD soll die Stadtverwaltung auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit Auskunft geben zu den Gründen dieser Misere und erklären, wann die versprochenen Laptops endlich geliefert werden.

Grundschule „Kopfbuche“: Innen hui, außen pfui!

In frisch saniertem Zustand präsentiert sich die KG „An der Kopfbuche“ nach ihrem Umzug von Stommeln an den Zentralort Pulheim. Doch rund um das Gebäude herrscht die Tristesse einer verlassenen Baustelle. Der Grund dafür: Auf die Ausschreibung der Stadt Pulheim zur Gestaltung des Außengeländes hat sich kein einziges Unternehmen um den Auftrag beworben. So steht die Stadtverwaltung nun mit leeren Händen da. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Außenanlagen nun bis zum Ende des Jahres fertiggestellt werden. Vermutlich werden die Grundschulkinder ihre Pausen auch im Winter bei Regen und Matsch in einem desolaten Außenbereich verbringen müssen.

Die SPD erwartet von der Stadtverwaltung Antworten auf die Fragen, warum sich kein Unternehmen bereit fand, sich auf die Ausschreibung zu bewerben, und wie sie sich die Lösung des Problems vorstellt.

Unter den Container oder vors Auto?

Gefahr auf dem Weg zur Grundschule: die SPD fordert einfache Lösung

 Die Absicht war gut und wurde von allen Seiten zunächst begrüßt: Um ein Verkehrschaos zu vermeiden, sollten die Eltern sollten ihre Kinder, die mit dem Auto gebracht werden in einer neu eingerichteten „Kiss-and-Ride“-Zone an der Orrer Straße ungefährdet aussteigen lassen, damit sie von dort eine kurzes Stück zu Fuß bis zur Schule gehen können. Zunächst wurde diese Regelung auch gut angenommen, bis sich herausstellte, dass ausgerechnet zum Schulbeginn die dort aufgestellten Glascontainer geleert werden.

So haben die Grundschulkinder dann die Auswahl, unter den angehobenen Glascontainern zu durchzugehen, mit der Gefahr, dass ein eine Flasche oder der gesamte Container ihnen auf den Kopf fällt. Oder aber sie laufen stattdessen über die Fahrbahn und vielleicht direkt vor ein Auto.

Das ist nach Ansicht der Eltern und der SPD ein unhaltbarer Zustand. Daher lassen viele Eltern nun ihre Kinder abseits der „Kiss-and-Ride“-Zone aus dem Fahrzeug und verursachen damit unfreiwillig genau das Verkehrschaos, das eigentlich verhindert werden soll.

Eine simple Lösung ist nach Ansicht der Pulheimer SPD, das Entsorgungsunternehmen aufzufordern, die Containerleerungen außerhalb der Schulzeiten durchzuführen und so ohne Aufwand die Gefahr zu beseitigen. Eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung zur Klärung in der bevorstehenden Sitzung des BKFS hat die SPD-Fraktion schriftlich eingereicht.

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