Christinaschule: Antwort der SPD-Fraktion an die Schulgemeinschaft

Blick auf den Schulhof der Christinaschule

Sehr geehrte Frau Stichweh, sehr geehrter Herr Fuchs, lieber Christian Klann,

die SPD bedauert die von Ihnen beschriebenen Umstände zum fehlenden Raum und Mobiliar zum Schuljahresbeginn außerordentlich. Eigentlich müsste man, wenn man das so liest schockiert sein, aber nach den Erlebnissen der letzten Jahre im Schulbau mit diesem Bürgermeister und dieser Ratsmehrheit aus CDU und Grünen ist man nicht mehr so leicht schockiert. Eigentlich ist das immer so, erst, wenn sich viele Eltern sehr lautstark und wiederholt (oft über ein Jahr) beschweren oder die Bezirksregierung drängt, dann ändert sich im Schulbau in Pulheim etwas und dann auch nur im minimal möglichen Umfang.

Im Dezember 2018 hat der Rat 750.000 Euro für die damals geplante und beschlossene Erweiterung für die Dreizügigkeit der Christinaschule beschlossen. Laut Bericht der Verwaltung im Juni 2020 wurden davon 10.000 Euro verwendet, ein greifbares Ergebnis kennen wir nicht. Jetzt kommt erschwerend noch eine vierte Ersti-Klasse hinzu, es war völlig klar, was hierfür die Mindestanforderungen sind. Beschlossen im Mai, nachgefragt im Rat am 23.Juni, da war angeblich alles noch wunderbar und jetzt klappt es halt doch nicht.

Würde man nicht so viele Vorhaben im Schulbau so lange vor sich herschieben und vielleicht sogar der Schule und den Kindern auch mal die Priorität 1 geben, wäre das einzelne „Das hat so leider nicht geklappt“ ja nicht schlimm, niemand ist perfekt. Aber hier wie auch bei vielen anderen Schulen kommt zur Verzögerung eines oder sogar mehrerer alter Vorgänge dann noch das aktuelle Problem dazu. Und immer „zaubern“ die Schulen eine Lösung. Das ist auf Dauer weder zufriedenstellend noch akzeptierbar.

Nun hat der Erste Beigeordnete Herr Batist in Vertretung des Bürgermeisters mittlerweile geschrieben, dass es eine Not-Not-Lösung mittels eines Zeltes und Mobiliar aus irgendeinem Fundus geben wird, und die Container neu ausgeschrieben sind. Sollte die Verwaltung wirklich im Mai kurz nach dem Beschluss die Ausschreibungen auf den Weg gebracht haben und dann Ende Juni noch nicht gewusst haben, dass sich kein Anbieter findet, dann wäre das eine angemessene Reaktion.

Aber wo ist der versprochene Anbau für die Dreizügigkeit, wo die Planung für einen weiteren Erweiterungsbau? Dazu ein Zitat aus einer Präsentation von Herrn Batist vom 6. November 2018: “An der Christinaschule werden 370.000 € in 2019 für die Errichtung eines Anbaus zur Verfügung gestellt. Es zeichnet sich ab, dass selbst mit einem solchen Anbau die Schule nicht dauerhaft 4zügig betrieben werden kann. In 2020 werden daher weitere 400.000 € bereit gestellt, um eine Planung für einen Erweiterungsbau beauftragen zu können.“

Es wird nicht helfen zu reden, Sie werden anders wählen und auch laut verkünden müssen, dass es so nicht mehr weitergeht. Das Versprechen des Bürgermeisters (er ist allein verantwortlich für die Umsetzung) haben wir seit Jahren immer wieder gehört. Ein Zitat von Herrn Keppeler auch aus 2018: „Ferner soll überlegt werden, ob die alten Pavillons durch neue Schulcontainer am gleichen Standort ersetzt werden können.“ Wo sind sie?

Noch eine Bemerkung zur Situation am alten Kopfbuchengebäude: Wir haben im Rat mit sehr breiter Mehrheit den Umzug der Kopfbuche nach Pulheim beschlossen, die Zahlen damals ließen keinen anderen Schluss zu und alle Beteiligten, also auch die Schulleitungen stimmten dem zu. Nun steht das Gebäude in Stommeln beinahe leer, das ist richtig, aber da kommt ein in Stommeln ebenfalls dringend benötigter Kindergarten in das Gebäude, der zwar zweizügig beginnt, aber ziemlich bald erheblich größer werden wird. Es gibt halt wieder viele Kinder in Stommeln. Sollten wir also nicht die Christinaschule aktuell erweitern, dann müssten wir eine neue Grundschule oder eben einen neuen Kindergarten bauen.

Dies soweit als erste Rückmeldung der SPD-Fraktion.

Mit herzlichen Grüßen

Peter auf der Landwehr

 

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