No Go – Keine Pestizide auf Pulheimer Ackerflächen

Wir als Pulheimer SPD vertreten eine ganz klare Linie: Wir wollen kein Glyphosat auf Pulheimer Ackerlandflächen. Dies haben wir  in den zuständigen Ausschüssen sowie im Rat der Stadt Pulheim deutlich gemacht,.

Foto: Sylvia Fröhling

NO GO – Ganz klare Meinung der SPD gegen Glyphosat und Totalherbizide wie Neonikotinoide auf Pulheimer Ackerlandflächen

 

Wir als Pulheimer SPD vertreten eine ganz klare Linie: Glyphosat auf Pulheimer Ackerlandflächen wollen wir nicht. Dies haben wir  in den zuständigen Ausschüssen sowie im Rat der Stadt Pulheim deutlich gemacht, wurden aber von den Mehrheitsfraktionen CDU und Bündnis 90/Die Grünen überstimmt.

„Ist das ein Aprilscherz der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen“ wird sich der ein oder andere Leser gefragt haben, als er im KStA vom 01.04.2020 las, dass die Stadt Pulheim auf ihren verpachteten Ackerlandflächen Glyphosat und Neonikotinoide erlauben wolle? Unverständlich! Denn auf Bundesebene heißt es, dass die Grünen ein sofortiges Verbot von Glyphosat durchsetzen wollen.

Es ist uns ein Rätsel, wie die Stadt Pulheim davon sprechen kann, dass Verzicht auf Chemie belohnt wird. Wäre es im Hinblick auf alle inzwischen bekannten Gefahren für Umwelt und Gesundheit nicht besser zu sagen: „Wir verzichten auf Landwirte, die noch immer mit Glyphosat und Totalherbiziden wie Neonikotinoide auf Pulheimer Ackerlandflächen arbeiten und verpachten ausschließlich an diejenigen, die naturfreundliche, nachhaltige Landwirtschaft betreiben“?

Auf ihren Wahlplakaten warb die Partei Bündnis  90/Die Grünen medienwirksam dafür, „Königinnenreiche auf unseren Wiesen“ für Bienen anzulegen. Das hinderte die Pulheimer Grünen freilich nicht daran zuzulassen, dass weiterhin Glyphosat auf den Äckern rund um Pulheim versprüht wird. Dabei scheint es für die Mehrheitsfraktionen und die FDP im Pulheimer Stadtrat keine Rolle zu spielen, dass laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) Glyphosat sowohl krebserregend beim Menschen ist als auch maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft beiträgt. Laut einer neuen Studie der Universität von Texas in Austin (veröffentlicht im renommierten Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“), spielen Glyphosat und Neonikotinoide mutmaßlich eine große Rolle beim Rückgang der Bienenvölker.

Es mutet fast grotesk an, dass ausgerechnet die Mehrheitsfraktionen im Pulheimer Stadtrat einige Monate später einen sogenannten „Pulheimer Appell“ in den Rat einbringen, in dem sie fordern, dass Klima- und Umweltschutz bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen eine hohe Priorität haben soll.

Duygu Dönmez, Sprecherin im Umweltausschuss

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