Freibad gefährdet?!

SPD sieht Freibad vor dem Aus

Sport Die Verwaltung ist im Gespräch mit dem Projektsteuerer
von Maria Machnik

Pulheim.
Das geplante Hallenbad sorgt für Wirbel in der SPD. Die Kommunalpolitiker im Distrikt Stommeln fürchten, dass das Freibad im Mühlenort in absehbarer Zeit geschlossen werden könnte.
Der Grund: Ende Oktober hatten die Fraktionen im Hauptausschuss beschlossen, eine Machbarkeitsstudie nur für den Standort Pulheim in Auftrag zu geben.
Einstimmig hatten die Fraktionen entschieden, der Projektsteuerer von der Firma WSP CBP solle überprüfen, ob ein reines Sportbad auf der heutigen Schwimmbadwiese (neben dem Hallenbad) errichtet werden kann. Das Ganze streng nach den finanziellen Vorgaben der Stadt. Das heißt: Der Neubau darf nur 9,6 Millionen Euro kosten, die jährlichen Folgekosten dürfen nicht höher sein als 1,2 Millionen Euro – für beide Bäder. Von dem einstimmigen Votum des Stadtrates Ende 2008, das neue Hallenbad auf dem Gelände des Freibads zu bauen, ist nun keine Rede mehr. Schon gar nicht von den Synergieeffekten, die sich die Fraktionen vor zwei Jahren von einem Standort für zwei Bäder versprochen hatten. Die Politiker im SPD-Distrikt Stommeln fordern nun – wie SPD-Fraktionsvorsitzender Dierk Timm vor einigen Tagen –, die Machbarkeitsstudie auf den ursprünglich geplanten Standort auszuweiten. Der Projektsteuerer soll die Investitions- und Folgekosten für ein reines Sportbad auf der heutigen Schwimmbadwiese mit fünf 25-Meter-Bahnen und mit einem Lehrschwimmbecken mit Hubboden, das die Politiker nun favorisieren, auch für den Standort Stommeln ermitteln. „Wichtig ist uns, dass das Stommeler Freibad erhalten bleibt“, sagt Ortsvereinsvorsitzender Stephan Conzen. Die Verwaltung klärt nun, ob der Projektsteuerer die Machbarkeitsstudie ausweiten kann.“